Praxis aus dem Arbeitsalltag

Mit wem sprechen Führungskräfte, wenn es schwierig wird?

Zwei Personen trinken Kaffee im Café
Ein angeregtes Gespräch bei einer Tasse Kaffee. In gemütlicher Café-Atmosphäre tauschen sie Gedanken aus.

Konfliktcoaching als Raum, um schwierige Gespräche vorzubereiten und Gedanken klar zu sortieren

Ein typischer Ausgangspunkt: Ich werde von einer Führungskraft kontaktiert.

Sie möchte sich mit mir einmal zusammensetzen, weil ein schwieriges Gespräch ansteht.
Mit einem Mitarbeiter. Und sie merkt: So ganz klar ist ihr noch nicht, wie sie da reingehen soll.

Ich nenne das Konfliktcoaching.

Die eigentliche Frage dahinter

Es geht darum, dass eine Führungskraft manchmal überlegt, wie sie ein schwieriges Gespräch am besten angeht. Wie sie mit latenten Problemen mit einzelnen Mitarbeitenden im Team umgeht.

Und die zentrale Frage ist doch:
Mit wem will sie das eigentlich besprechen?

Mit wem kann sie so offen sprechen, dass sie auch einfach mal Gedanken wirbeln lassen kann – ohne dass das irgendwelche Konsequenzen hat. Weder für sie selbst noch für andere.

Warum ein solches Gespräch hilft

Dabei geht es oft gar nicht darum, sofort eine Lösung zu finden.
Manchmal reicht es schon, wenn jemand Unbeteiligtes zuhört. Einfach dabei ist, während man Sorgen, Gedanken und auch unausgereifte Ideen ausspricht.

Denn in dem Moment, in dem Dinge ausgesprochen werden, passiert etwas.
Das Denken verlangsamt sich. Es wird klarer. Und es entsteht ein Prozess.

Das gilt natürlich nicht nur für Führungskräfte.

Die Beichte – und der Unterschied

Es ist fast ein bisschen vergleichbar mit einer Beichte beim Pfarrer.
Mit dem Unterschied, dass ich mich nicht nur aufs Zuhören beschränke. Ich kann – wenn es passt – auch in die Gegenposition gehen.

Das mag sich im ersten Moment vielleicht ungewohnt anhören.

Aber mal ehrlich:
Wie viele Führungskräfte hören heute noch wirklich eine ehrliche Meinung?

Warum ehrliche Rückmeldung oft fehlt

In vielen Umfeldern sind Menschen eher damit beschäftigt, sich anzupassen.
Auch aus dem Bedürfnis nach psychologischer Sicherheit heraus. Lieber nichts sagen, als sich die Finger zu verbrennen.

Und genau deshalb entstehen diese Räume im Alltag oft nicht.

Wer sich meldet – und warum

Nicht selten melden sich Mitarbeitende und Führungskräfte bei mir, weil sie sich austauschen wollen.
Weil sie sich auf ein schwieriges Gespräch vorbereiten möchten. Nicht selten, weil ihnen an diesem Gespräch und an der Person gegenüber etwas liegt.

Ich finde, das zeigt eher Größe.
Und ist ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstreflexion.

Typische Vorbehalte

Natürlich gibt es auch Vorbehalte gegenüber so einem Konfliktcoaching.
Das erlebe ich immer wieder.

Manche haben sehr eigene Vorstellungen davon, was da passiert.
Von Hypnose bis hin zu eher spirituellen Bildern.

Die Realität ist deutlich einfacher.

Worum es wirklich geht

Für viele ist ein wirklich offenes Gespräch gar nicht so selbstverständlich, wie es vielleicht klingt.
Denn es geht eben nicht nur um die Sache.

Sondern auch um Interessen, Bedürfnisse und oft auch um Werte.

Ein klarer Anlass reicht

Ich bin von solchen Coachings überzeugt.
Vor allem dann, wenn es einen konkreten Anlass gibt. Einen Punkt, an dem man merkt: So wie bisher komme ich nicht weiter.

Wenn Sie als Mitarbeiter oder Führungskraft vor einem schwierigen Gespräch stehen und das nicht einfach „laufen lassen“ wollen, kann es sinnvoll sein, vorher gemeinsam darauf zu schauen.

Dann setzen wir uns zusammen und klären die Situation so weit, dass Sie mit einer klaren Linie in das Gespräch gehen können.

Ein erstes Gespräch zum Kennenlernen können Sie kostenfrei buchen.